Bild

Die Geschichte des Tae Kwon Do

   
  Wahrscheinlich ist es die älteste, heute noch ausgeübte Kampfkunst des Fernen  Ostens; dies belegen in Stein gehauene Darstellungen typischer Bewegungsformen des Tae Kwon Do, die in einem Höhlengrab aus dem Jahre 39 v.Chr. gefunden wurden. Ein Zeichen dafür, daß es schon damals sehr verbreitet und ein fester Bestandteil der koreanischen Kulturt gewesen sein muß. In Deutschland ist TKD seit etwa 1965 bekannt. Zum Anlaß der 1. TKD Weltmeisterschaften wurde im Jahr 1973 die Welt Tae Kwon Do Förderation (WTF) gegründet.
   
 
Was ist Tae Kwon Do ?
   

Anfangs wurde Tae Kwon Do nur zur reinen Selbstverteidigung geübt, vor allem wegen der ständigen Überfälle durch japanische Armeen auf Korea.

Aber in den letzten Jahren hat sich Tae Kwon Do, hauptsächlich durch die Aufnahme in die olympischen Disziplinen 2000, von einer ursprünglichen Kampfkunst zum Wettkampfsport bis hin zum Breitensport entwickelt.

Es ist heute ein umfassendes Körperschulungs-, Selbstverteidigungs- und sportliches Wettkampfsystem, das von jung und alt beiderlei Geschlechts betrieben werden kann.

 

"Tae"

 

 

"Kwon"

 

"Do"

 

symbolisiert die Fußtechniken

 

 

symbolisiert die Handtechniken

 

kann mit einem einzigen Wort kaum zutreffend übersetzt werden; es ist in allen Kampfkünsten des Fernen Ostens enthalten und bedeutet etwa "Geistiger Weg", "Geistige Einheit". "Do" ist eine Methode um gut mit dem Leben zurechtzukommen. Im Tae Kwon Do bedeutet es, daß das im Training Gelernte in unserer Leben übertragen wird.

 

Tae Kwon Do besteht im Einzelnen aus folgenden Elementen:

Poomse oder Hyong ist eine Kombinationsübung, bei der Angriffs- und Abwehrtechniken in bestimmter Reihenfolge, ohne Gegner, hintereinandergeschaltet werden. Bei Wettkämpfen werden die technische Ausführung und das harmonische Zusammenspiel der Bewegungen bewertet.

Der Einschrittkampf (Ilbo Taeryon) ist eine ausgezeichnete Selbverteidigungsschulung und eine wichtige Übung auf dem Weg zum sportlichen Freikampf. Man lernt das instinktive Reagieren auf bedrohliche Situationen und zugleich die sichere Beherrschung der eigenen Reflexe ohne seinen Partner zu berühren.

Selbstverteidigung gegen Angriffe aller Art (Schläge, Tritte, Umklammern, Würgen, bewaffnete Angriffe mit Stock, Messer und Schußwaffe) unter Berücksichtigung des Notwehrparagraphen §227 BGB

Der Freikampf geht wettkampfgemäß über 3 Runden zwischen 1,5 und 3 Minuten (je nach Altersklasse) und ist an eingeschränkte Bestimmungen der Wettkampfordnung gebunden.

Derzeit gibt es über 40 Millionen Mitglieder in über 192 Ländern im Welt-Taekwondo-Verband, damit ist Taekwondo die am häufigsten betriebene Kampfsportart der Welt.

tkdaction_1 tkdaction_2